Cool!
Heute habe ich meinen ersten Solo-Flug in Australien gemacht!
Es hat zwar seine Zeit gedauert, da ich nun bereits auf den zweiten Flugzeugtyp umgeschult wurde… Aber nun haben wir eine viel bessere Flugzeugverfügbarkeit, was die Ausbildung deutlich beschleunigt.

FDMC-1

„Little Bug“ vor dem ersten Soloflug mit mir…

Das Flugzeug ist ein „Very Light Aircraft“ von einem deutschen Hersteller. Es hat wie der AT3, den ich in der Schweiz geflogen bin, nur zwei Plätze und es lässt sich mit einem Stick steuern. Das war auch der Grund, weshalb ich auf den „Little Bug“, wie es auch genannt wird umgeschult wurde. Der „Little Bug“ macht zwar Spass zu fliegen, aber das Flugzeug hat so seine ganz besonderen Eigenheiten ;-).

Nachdem mein Instruktor  ca. 6 Platzvolten (Circuits) mit mir geflogen ist und ich noch ein paar Emergency-Trainings absolvierte, hat er einen Full Stop verlangt. Das bedeutet eine vollständige Landung und zurück zum Hangar.
Dort ist der dann aus dem Flugzeug ausgestiegen und meinte, ich solle die nächste Runde selbst fliegen…

Erleichtert und begeistert nach dem Flug!

Erleichtert und begeistert nach dem Flug!

Da geht der Puls schon ein bisschen hoch ;-). Aber es war wirklich schön!
In Australien läuft aber alles ein bisschen anders, als wir dies in der Schweiz gewohnt sind. Das ist eine besondere Herausforderung.
Der grösste Unterschied meines Erachtens ist der gesamte Funkverkehr. In der Schweiz läuft alles sehr geordnet ab: Es gibt standardisierte Funksprüche, die zur richtigen Zeit am richtigen Ort und mit den entsprechenden Wörtern abgegeben werden. Diese Funksprüche sind nicht an ein spezifisches Flugzeug gerichtet, sondern gelten gleich für alle Flugzeuge im Empfangsbereich. Bei nicht kontrollierten Flugplätzen (also dort, wo es keinen Tower gibt, welchen den Flugverkehr „regelt“), funktioniert dieses Prinzip in der Schweiz sehr gut.

Hier in Australien ist das zwar mit den standardisierten Funksprüchen auch so. Aber da es eine Unmenge unkontrollierter Flugplätze gibt und man sich daher nur auf die anderen Piloten verlassen kann, wird ganz oft mal direkt von Flugzeug zu Flugzeug miteinander gesprochen. Und weil man ja die Rufzeichen nicht immer von vornherein kennt, beginnt ein Funkspruch dann beispielsweise so:

„To the aircraft at the holding point Runway 10…“
oder „To the aircraft mid of downwind Runway 10, what’s your intention?“
oder „MBU, how is the weather in the training area?“

Das ist etwas, wo ich mich noch ziemlich daran gewöhnen muss…