Wir sind Simon und Daniela Heusler. Seit 2005 sind wir verheiratet und haben drei Kinder:
Jael, Lena und Loris. Bis zu unserer Ausreise nach Australien wohnten wir in Uetendorf (BE).

Simon hat Biotechnologie studiert und arbeitete zuletzt bei der Firma AXXOS als Consultant. Daniela ist dipl. Pflegefachfrau und momentan vor allem Mutter und Hausfrau. Als Familie sind wir sehr gerne draussen in der Natur, wir lieben Hörspiele, spielen und lesen gerne.
Unsere Heimatgemeinde ist die EFG Thun.

Im Januar 2016 zogen wir für 1,5 Jahre nach Mareeba (Australien), wo Simon seine Ausbildung zum Berufspiloten absolvierte. Anschliessend sind wir nach Nhulunbuy (Arnhemland) gezogen, um hier im MAF-Flugdienst unter den Aborigines, den Ureinwohnern Australiens, im Einsatz zu sein.

 

Unser Weg zu MAF

Simon:

Grundsätzlich einmal möchte ich erwähnen, dass ich mich seit ich mich erinnern kann sehr für die Fliegerei interessiere und begeistere. Im Jahr 2013 habe ich das erste Mal von MAF gehört. Ich bin über ein Inserat der MAF, als Buschpilot/Missionspilot zu arbeiten, gestolpert. Spannend. Nachdem ich aber die Anforderungen auf der Homepage von MAF gelesen hatte, war ich völlig mutlos und dachte, das kommt für mich und für uns als Familie nicht in Frage.
Durch verschiedene Zufälle kam ich im Sommer 2014 in direkten Kontakt mit Hansjörg Leutwyler, dem CEO der MAF Schweiz. Und so hat er mir erklärt, dass es möglich sei, diese Arbeit auch mit Familie zu machen. Es sei sogar so, dass die meisten Piloten eine Familie hätten.

Dies habe ich Daniela erzählt und uns lies der Gedanken nicht mehr los. Aber eine so tiefgreifende Entscheidung zu treffen war für uns sehr schwierig.

Ein komisches Wort – und doch entscheidend.

Am 4. Oktober 2014 gab mir Gott auf einer Velotour drei sehr deutliche Zeichen, die mich davon überzeugt haben, dass wir es doch wagen sollten. Diejenigen, die mich kennen, wissen, dass ich mich nicht so einfach von Zufällen überzeugen lasse. Aber die Dinge, die da passiert sind, sind in der aufgetretenen Reihenfolge und Anzahl statistisch gesehen so unrealistisch, dass es für mich keine andere Möglichkeit mehr gibt, als dass da Gott mit mir gesprochen hat. Ich kriege heute noch Gänsehaut, wenn ich daran denke. Jedenfalls war danach unsere Entscheidung getroffen!

 

Daniela:

Als Schweizerin habe ich grundsätzlich ein sehr gutes Leben. Dieses Privileg haben jedoch nicht alle Menschen. Mangel an sauberem Trinkwasser, keinerlei Rechte, weder Bildungsmöglichkeiten noch Zugang zu medizinischer Versorgung zu haben, gehört für viele Menschen zum Alltag. Deshalb fragte ich mich, bedeutet mein Überfluss nicht, Verantwortung für Menschen zu übernehmen, die weniger haben als ich…? Mein Herzenswunsch ist es, aktiv etwas gegen diese Ungerechtigkeit zu unternehmen!

Im Jahr 2013 sah ich zufällig ein Inserat von MAF in einer Zeitschrift. Dabei kam mir sofort mein Mann Simon in den Sinn. Ich dachte so nebenbei, wenn er jetzt noch Single wäre, wäre das genau das Richtige für ihn:-)! Ich machte mir aber keine weiteren Gedanken darüber.

Dies änderte sich, als mir Simon von dem zufälligen Treffen mit Hansjörg erzählte. Ich erinnere mich noch gut daran, wie wir versucht haben abzuwägen, ob eine Zusammenarbeit mit MAF für uns als Familie in Frage kommen würde. Jede Diskussion endete kopfschüttelnd. Das Ganze schien uns viel zu unrealistisch, zu unsicher und einfach ein paar Nummern zu gross für uns. Ausserdem hatten wir einen tollen Job, gute Freunde, ein schönes Haus und haben uns in der Schweiz rundum wohlgefühlt. Es gab eigentlich keinen Grund, daran etwas zu ändern…

Aufgrund unseres christlichen Glaubens haben wir es dann trotzdem gewagt und uns bei MAF beworben. Mittlerweile bestreiten wir unseren ersten Einsatz mit MAF. Wer hätte das je gedacht… 🙂